Montag, 1. März 2010

Angekommen

So! Hab's geschafft, bin da und wurde schon herzlich von meiner Gastfamilie aufgenommen, von der ich vor der Landung gar nichts wusste außer, dass es sie gibt.

Am Flughafen haben mich Uyanga und ihr Onkel abgeholt. Sie ist 18 und studiert seit einem Semester deutsch, und bei ihr und ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder werde ich jetzt leben. Der Onkel hat einige Jahre in der Schweiz verbracht, dort leben noch zwei weitere Schwestern und eine ist in Deutschland und Uyanga soll möglichst auch in Deutschland studieren. Der Onkel heißt Otgoo, er spricht fließend Deutsch. Er ist sehr nett und sehr zuvorkommend und hat mir eigentlich alle Fragen beantwortet, noch bevor ich sie überhaupt gestellt habe. Ich lebe hier umsonst, weder Miete noch Essen muss ich bezahlen, und ich soll mir keine Sorgen machen, das versteht man hier unter Gastfreundschaft. Die Wohnung ist relativ klein, eine Zwei-Zimmer-Wohnung für 4 Personen, ich soll mir keine Sorgen machen, in der Mongolei ist es normal, dass alle so eng zusammenrücken. Ich schlafe (alleine) bei Uyanga im Zimmer auf dem Klappsofa, die anderen schlafen alle zusammen im Wohnzimmer auf dem großen Sofa.

Der Onkel arbeitet (unter anderem) in der Tourismusbranche und organisiert Fahrten und Exkursionen und so, und wenn ich irgendwo hinfahren möchte, zu Nomaden oder so, soll ich nur Bescheid sagen. Und wenn er keine Zeit hat, schickt er einen Fahrer.

Ja, ich bin schon noch ganz schön überwältigt...

Nach einer ziemlichen jetlagigen Nacht geht es jetzt gleich los in die Uni. Ich bin hier schon alleine in der Wohnung und wollte eigentlich auch alleine in die Uni gehen, die nicht weit weg und nur eine Straße gradeaus laufen ist. Aber dann rief der Onkel heut morgen an und sagte, das geht nicht, ich komm dich abholen und bringe dich da hin, heute ist es sehr kalt und das erste mal sollst du nicht alleine gehen.

Dann treffe ich den DAAD-Lektor, der mein Praktikum betreut, und dann treffe ich wieder Uyanga, und dann hoffe ich heute mongolische Tugruks (Tögröks?) organisiert zu bekommen sowie eine mongolische Handykarte. Meine deutsche Karte funktioniert nämlich gar nicht. Aber dafür gibt's Internet in der Wohnung.


So, oh Gott. Ich könnte noch so viel schreiben, aber jetzt muss ich mich langsam mal anziehen, nicht dass der Onkel kommt und ich bin nicht fertig. Bald mehr. Und Fotos. Heute aber nicht mehr, heute schneit es, und ich zeige euch lieber schöne-Wetter-Bilder.

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